Emeran Braun wurde 1888 als eines von elf Kindern eines Bauzimmermannes geboren. Er erlernte den Beruf des Maurers und konnte sich bei der Firma Leonhard Moll in München im Bereich Ingenieur- und Gleisbau bis zum sogenannten Bauführer hocharbeiten. In Abendkursen erwarb er sich dann den damals von Bauschulen vergebenen Titel des Baumeisters.
Um 1920 wurde er wegen seiner in der Branche bekannten Durchsetzungskraft von der Firma Wolle aus Leipzig engagiert, welcher es beim Bau des Walchenseekraftwerks bis dahin nicht gelungen war, einen wasserabhaltenden Verbau zur Erstellung des Einlaufbauwerkes zu errichten. Durch das Abholzen eines größeren Waldstückes gewann er das erforderliche Verbauholz, welches er nach einer aus der Erfahrung des Baumeisters entstandenen Statik einbauen ließ, um sein vereinbartes Erfolgshonorar zu bekommen.
Diese Summe ermöglichte es ihm im Gleisbau, den er damals zu Recht als Wachstumsbranche erkannte, sich als Einzelunternehmer selbstständig zu machen. Bis heute führen seine Nachkommen das Unternehmen unter seinem Namen weiter und bauen nach wie vor Gleise und Weichen, überwiegend in Bayern. Dazu gehören die Flughafen-S-Bahn in München, Strecken- und Bahnhofsgleise im Regional-, Fern- und S-Bahn-Netz der Deutschen Bahn, U-Bahn- und Straßenbahngleise und sogar die Zahnradbahngleise der Zugspitz- und der Wendelsteinbahn.
Sein Sohn Hans Wilhelm Braun führte das Baugeschäft fort und konnte vor allem durch die anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München zu erstellenden S- und U-Bahnnetze den Erfolg des Baugeschäftes weiter ausbauen.
Gründung der Emeran Braun KG mit Hans Wilhelm Braun als Komplementär und Hans Emeran Braun – seinem Sohn – als Kommanditisten.
Gründung der Emeran Braun GmbH & Co. KG mit der Emeran Braun Gleisbau GmbH als Komplementärin und Hans Wilhelm Braun und Hans Emeran Braun als Kommanditisten und Geschäftsführer.
Gründung der Emeran Braun Bahnbau und Maschinen GmbH durch Hans Emeran Braun als Gerätepool.
Weiterführung der Emeran Braun GmbH & Co. KG nunmehr mit Hans Emeran Braun als alleinigem Kommanditisten und Geschäftsführer und seiner Frau Carolin Braun als Prokuristin.
Die Firma Emeran Braun ist ein erfolgreiches Unternehmen, welches vor allem für die Deutsche Bahn AG aber auch für die Stadt München oder für Privatbahnen Projekte im konventionellen Gleisbau abwickelt.
Übergang der Unternehmensführung an die nächste Generation der Familie Braun. Maximilian Braun übernimmt die Geschäftsführung des Unternehmens, während auch seine Geschwister Sebastian Braun und Louisa Braun im Unternehmen tätig sind und die Weiterentwicklung des Familienbetriebs aktiv mitgestalten.
Im Zuge dieser Neustrukturierung wird auch die Gesellschafterstruktur erweitert. Neben Maximilian Braun, Sebastian Braun und Louisa Braun tritt im Dezember 2025 die Rhomberg Sersa Rail Group als strategischer Partner und Kommanditist in die Gesellschaft ein. Im Rahmen dieser strategischen Allianz wird mit Michael Wolfsteiner zudem ein weiterer Geschäftsführer aus dem Umfeld der Rhomberg Sersa Rail Group in die Unternehmensführung aufgenommen.
Mit diesem Schritt wird die Grundlage für eine langfristige partnerschaftliche Zusammenarbeit geschaffen, die die Stärken eines traditionsreichen Familienunternehmens mit der internationalen Erfahrung einer großen Bahninfrastrukturgruppe verbindet.
Vor dem Hintergrund immer größer werdender Infrastrukturprojekte und steigender technischer sowie organisatorischer Anforderungen im modernen Gleisbau stellt diese Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Unternehmens dar. Durch die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen wird sichergestellt, dass die Firma Emeran Braun auch künftig den wachsenden Anforderungen im Gleisbau gerecht werden kann.